Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Blüthen aus dem Orient
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 251 (sequence 4)
- Language
- German
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251 tcu zu entreißen drohte, entließ der Monarch die Versammlung. 2» sein geheimstesKabinet berief er den Ahi'hub. Schweigend drückte er da dem Erstaunten seinen Siegelring auf die Schläft, und versetzte ihn durch eine Zauberformel Ln eine Hütte einer wehr als 500 Meilen weit ent* ftrnrcn Stifte, um ihn so den Blicken und der Macht des furchtbaren Genius;u entrücken; denn undurchdringlich jedem Menschen-, jedem Gcisicrauge war dieß Plätzchen in dieser unwirchbaren Steppe, die noch seit der Schöpfung keines Sterblichen Fuß betreten, kein Eeisterhauch durchweht. — Aber inniger Schmer; erfüllte des Königs Seele, als einen Tag darauf ein Blick in den magischen Spiegel seinen Ahihub entseelt ihm zeigte. Mit heiterer Miene stand zu seinem Haupte der Todesengcl. Wie? fragte ihn Salomo verwundert, gestern war so trübe dein Antlitz, warum heute so fröhlich? — „Gestern— weiser Herrscher! — erwiderte der Furchtbare, Gestern wußte ich nicht, wie ich meinen Auftrag würde erfüllen können, Heute dieses Menschen Seele auf dieser Statte zu nehmen, da er noch in deiner Hauptstadt, in so weiter Entftrnung sich . befand, doch.im Ewigen ist kein Widerspruch, Heute zur > bestimmten Stunde erblickte ich ihn hier, und — erfüllte; meine Pflicht" — O so war ich es selbst, rief erstaunt König Salomo, der, anstatt ihn zu retten, dir ihn zuge- |: sandr! wie kurzsichtig ist auch , der mächtigste Sterbliche, I ich traute, aber ich bete dich an, im Staube, allmächtige! Gottheit!-- Sfl. 3cTrtcTcÄ