Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Philosophie und Poesie - Erzieher des Menschengeschlechts
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 240 (sequence 18)
- Language
- German
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240 Sinne alle übrigen Seclenkräste gehören, die zur Befried!'- gung des ErkcmUuißlrübes uorhw.-ndig sind) sind u!u)t eher geschickt Dienste zu leisten, als bis der Mensch dahm gediehen ij?, wo er ihrer naturgemäß bedarf. Was er bcdarf, sagt!bin sein Trieb. Sind daher die genannten Triebe nach rhierischem Wohlseyn allein in seiner Seele thativjr so bedarf er nur der äußern Smne, der Embildungskraft und späterhin des Verstandes. Hier ist aber noch an keinen Scharfsinn zu denken. M!t den Sinnen nimmt er die Dinge wahr, halt sie durch die Einbildungskraft fest, und sucht sie durch den Verstand zu unterscheiden. Der Sinn für Schönheit schlummert noch ebenfalls vor' Entwicklung des Geschtechrscriebcs. Er ist ein Kind der Liebe. Was daher der Erzieher in Hinsicht auf den Erkenntnist- Tugendtricb, und für den ästhetischen Sinn in dieser Periode zu rhun habe, springt wohl in die -Augen. Nur nicht ultra, flnes certos! Lasse er die Vernunft, die Phantasie sich erst aus ihren Keimen entwickeln, ehe er sie zu leiten beginnt. Verlange er nicht, daß das Kind Jungliug, der Jüngling Mann 2c. seyn solle. Hebung der Sinne, Uebung der physischen Kräfte, Ucbmrg des Verstandes im Unterst ׳!den sinnlicher Gegenstände, die sich auf die erwähnten Triebe beziehen, ists, was dem Erzieher hier vbliegk. G c s ch lech t s t r i e b. Wenn der Eeschlechtstrieb erwacht, so ist dieß ein Zeichen, daß die Bildung des Körpers im Allgemeinen vollendet fty. Daß er also naturgemäß nicht eher erwachen könne, springt in die Augen, welches nur der Hall