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Sulamith · 1809-01-01 · 2 Bd. 4 H. (1809) · p. Seite 239

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Zweiter Jahrgang 1808-1809
Issue
2 Bd. 4 H. (1809)
Article
Philosophie und Poesie - Erzieher des Menschengeschlechts
Date
1809-01-01
Page
Seite 239 (sequence 17)
Language
German
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2Z9 nur erst mit der Entwicklung des Gcfchlechtstricbcs cinzutreten. Bis hierher hat die Seele des Menschen nur einzcluc Tone angegeben» nun beginnt die vollständige Harmoiüc aller Kräfte. Die Phantasie öffnet ihren Cchooß, und bas Ich tritt an der Hand der Liebe auf Len Thron des Pewußtftyns. Vor der Entwicklung des Geschlechts» tricbes ist uürhin an keine wahre Entwicklung des Erkennt» niß - und Tugcndrriebes zu denken. Es kann daher vor dieser Periode von keinem eigentlichen Handeln des Men» scheu die Rede seyn. Lilles Handeln wird sich hier mehr oder weniger in das Streben nach sinnlichem Genuß in Gemäßheit der rhatigen Triebe verlieren, und mithin einen selbstsüchtigen Charakter haben» weil das Gebot der Pflicht noch schlummert; denn nur das besonnene Selbstbewußt-- seyn vermag seine Stimme zu hören, und ohne dasselbe ist keine Sclbstchatigicir denkbar. Die Gründe und Endzwecke der Dinge» als Gegenstände des Erkenntnißtriebcs, liegen in dieser Periode außer dem Gesichtskreise des Menschen» und die Neugierde als das erste Regen des Erkenntnißtricbes wirft hier nur flüchtig:, zerstreute Blicke auf die Beschaffenheit der Umgebungen. Alle Erkenntniß ist daher nur Spiel, und umfaßt keine andern Gegenstände» als die zur Dcsricdigunz der genannten schon völlig entwickelten Triebe gehören.׳ Eß-und trinkbare Dinge, Dinge, die sich auf den Tcdcckungs -, Spicllrieb rc. beziehen, wird das Kind sehr leicht kennen lernen. Seine Erkenntniß wird also sinnlich, d. i. eine solche seyn, die durch die äußern Sinne zu Stande gebracht werden kann. Die äu» ßcrn Sinne, womit alle Erkenntniß beginnt, wie über» Haupt alle Werkzeuge der Erkenntniß (worunter in diesem @2

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