Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Philosophie und Poesie - Erzieher des Menschengeschlechts
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 15)
- Language
- German
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25 7 Cpielwcrk \üd)t darum beeilten r weil es sich des Eigenthumereckres daran bewußt wäre, sondern weil es damit spielen will. Ist die Lust zu spielen vorüberso wirft es das Cpielwcrk von. sich 5 und bekümmert sich nicht weiter darum. Der Trieb nach Eigenthrmi kann erst dann in seiner Seele erwachen, wenn es der Vorstellung fähig geworden ist, daß es für die Befriedigung seiner Bedürfnisse s'lbst sorgen müsse. Das unverdorbne Kind wird sich, wenn es sich dazu geuochigt sicht, an jedem fremden Eigenrhum vergreifen, ohne etwas Arges dabei zu denken. Es wird sich aber durchaus nicht mehr zucignen, als zur momentanen Befriedigung seines Triebes gehört. Wenn es von S a m me ln einen Begriff haben soll, so ist nochwendig, das es des Gedankens: für den kommenden Tag sorgen zu müssen, fähig fty. Dazu wird aber erfordert, daß cs wisse,-es werde die Zeit wieder kommen, wo das Bedürfnis׳ aufs Neue erwacht und Befriedigung heischt; eS muß also die Möglichkeit eines Morgen oder Uebermorgen eintrctcndcn Mangels denken können, und nun erst wird cs sich geneigt fühlen, dafür zu sorgen, daß dieser Mangel nickt cintrctcn möge, nun erst wird es sammeln. Es ist daher sehr zweckwidrig, wenn Eltern den Kindern befehlen, etwas von den ihnen gegebenen Eßwaaren für die Zukunft aufzuhcben. Das Kind hat ganz natürlich keine Lust dazu, weil es nur für die Gegenwart lebt. Zwingt man.sie du;n, so verdirbt man ihnen nicht nur die gegenwärrige Freude , sondern erzeugt in ihnen auch das Gefühl der Kränkung, reizt sie zum Eigensinn; denn Las Kind kann unmöglich begreifen, warum, es etwas aufbewahrm soll. Der zukünftige Tag, das wieder erwachende Bedürfn. Jlchrg« 2. Band. S