Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Philosophie und Poesie - Erzieher des Menschengeschlechts
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 236 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2304627-2304649-2304651-10857273-2316028--02036-2316371- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
sz6 friedigt werden kann. Man reize cs also uid)f, etwas Böses und schädliches nad)zuahmen; man unterhalte seine Neugierde mit Dingen, auf die sich dieselbe gegenwärtig zu richten vermag: und man hat zweckmäßig gehandelt. T r i c b nach D e d c cf ü n g. Dieser Trieb spricht seinen Endzweck deutlich genug ans: Er soll den Menschen antrciben, seinen Körper vor den Einflüssen der Witterung und des Klima's zu schützen, und die Mysterien des Geschlechts zu verhüllen. Eltern, die diesen Endzweck bei der Kleidung ihrer Kinder nicht sireng im Auge behalten, bringen es dahin, daß die Zehlcr der Eitelkeit, Putz-, Gefallsucht und Schamlosigkeit sich aus demselben entwickeln. Besonders bei dem weiblichen Geschlecht. Warum klagt man den größten TheiL unsrer -Wcibcr und Mädchen dieser Fehler an? weih man Ursache hat, ihren Erzieher anzuklagen. Man beruft sich doch um Eorres willen nid)t auf den Schönheitssinn des Menschen und besonders des Weibes; man dcklamire nicht über die Naturgemäßheit des weiblichen Strebendsich zu schmucken, und durch Darstellung einer schönen Gestalt den Männern rechtm ästiger Weise zu imponiren! Nur eilt solcher, der keine Ahndung hat von wahrer Schönheit, von weiblicher Grazie und weiblichem Gemürh kann so deraisonniren. Trieb nach Eigent hum. Alles, was das Kind hat, womit es spielt, will es Nicht von sich lassen; aber keinesweges verbindet es schon den Begriff von Mein und Dein damit. Es will sein