Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Philosophie und Poesie - Erzieher des Menschengeschlechts
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 234 (sequence 12)
- Language
- German
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LZ4 tigkeit des Menschen. Nicht beschrankt, sondern nur bewacht soll tiefer Trieb werde!!. Trieb nach Ruhe. Wenn sich das Kind ermüdet hat, so ist nichts na« türlichcr, als das Verlangen nach Ruhe. Kann hier etwas Zweckmäßigeres geschehen, als ihm die Ruhe zu gennen r bis cs;n neuer Thaiigkeit gestärkt nun von selbst eine Veränderung seines Zustandes wünscht- Der Trieb nach Ruhe bedarf in dem Kinde wohl eher der Erweiterung als der Beschränkung; und ein Kind, in ldciu dieser Trieb in den Hang zur Trägheit aiisartcr, ist entweder krank, oder in einem seltnen Grade phlegmatischen Temperaments. Ist cs krank, so suche man ihm zu helfen, ist es aber das Letztere, so strenge man es nicht über seinen absolntcn Willen an; denn alsdann würde man mehr verderben als bessern. Seine Bewegungslosigkeit und Indolen; ist der deutlichste Beweis, daß es »ieht den gehörigen Grad von innrer Reizbarkeit besitze; und dieses Gebrechen gehört nicht vor das Zorimi der Pädagogik, sondern vor das der Mcdicin. Spieltrieb. Aus dem thieiischc» Drange nach willkührlicher körxerlichcr Bewegung entwickelt sich der Trieb der Bcschästignng. Der erste Grad derselben ist Spick. Durch den Cpieltrieb wird die Bestimmung des Menschen zu einem freien, selbstthängen Handeln dunkel angedcutet, weil sich hier zuerst der eigene Wille des Menschen zu regen beginnt. Ein großer Sinn liegt in dem kindschen Spiel für den Pa«