Mannheim
Compact Memory

Sulamith · 1809-01-01 · 2 Bd. 4 H. (1809) · p. Seite 232

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Zweiter Jahrgang 1808-1809
Issue
2 Bd. 4 H. (1809)
Article
Philosophie und Poesie - Erzieher des Menschengeschlechts
Date
1809-01-01
Page
Seite 232 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2304627-2304649-2304651-10857273-2316028--02032-2316367
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

szs geboren, absehen — was bleibt uns übrig? Wenig, ober nichts. Männer von vollendeter Bildung widmen sieb entweder diesen» Geschäft gar nicht, aus Ursachen, die nicht immer in il)nen!!egen; oder es sind deren doch so wenige, daß das» was sie wirken können, mit Hinsicht ans die zahllosen Antipoden, die ihnen entgegen wirken, in gar keinen Betracht kommt. Wie verfahrt nun der wahre Erzieher, d. i. der Mensch mit philosophisch-poetischerAnsicht des Lebens und der menschlichen Bestimmung? Das Dascyn des Geistes und des Thieres kündigt sich in dem Menscheu an durch Tharigkcit, Triebe erwachen in ihm und heischen Befriedigung. Jeder Trieb, der in dem Menschen sich lebendig regt und strebt, soll befriedigt werden. Der Trieb des Wohlscyns regt sich zuerst in seinen niedern Vcrästungen, er strebt nach thierischcm Wohlscyn in den vcrschiedcncn Richtungen, die wir mit den Namen: Trieb nach Nahrung, Trieb nach Bewegung, Ruhe, Bedeckung, bezeichnen. An diese Triebe schließen sich an: der Spieltrieb, Trieb nach Eigenthum und Geschlechtstrieb. Was soll der Erzieher nun mit diesen Trieben machen? Nichts Besseres, als sie z w e ck m aßjg befriedigen, r bediene sich also gerade so vieler Dinge (Mittel), die zu dieser Defriedigung nothwcn dig erfordert werdcn, er bediene sich aber zweitens auch keiner ander n, als gerade so scher, durch welche die« fes geschehen kann. N a h r u n g s t r i e b. Kann die Mutter etwas anders thuii, als das Kind speisen, wenn es hungert, es tränken, wenn es dürstet;

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.