Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Philosophie und Poesie - Erzieher des Menschengeschlechts
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2304627-2304649-2304651-10857273-2316028--02031-2316366- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
leicht nicht so häufig gefunden werden dürfte, als die ersire) das Unglück nicht noch größer ist? Was ist der größte Theil unsrer Erzieher? Sind es nicht eines Thcils Menschen, die nach dürftiger Dollbringung ihres akademischen Lebens , das sie größtenrhcils den Drodstudicn, oder wohl gar unnützen Zerstreuungen und Ausschweifungen opferten, nun aus dem Strudel der De« dürfniffe ihre Hand nach einer Condition aussirccken, um wenigstens nicht umzukonimcn, und dabei zu gleicher Zeit auf eine honnette Weise müßig gehen zu können: die von Bestimmung und Erziehung des Menschen nicht den entferntcsten Begriff haben, deren Wissen ein znsamnrcngcftickces Stück - und Flickwerk ist, dessen einzelne Bestandtheile sie hier und da zufällig aufgclcsen haben, und das sie nun, so gut cs gehen will, zustutzen und anstreichen, uild Geist und Leib damit zu Grunde richte», wenn sie unglücklicher Weise unbeschrankte Gewalt haben: Theils Menschen, die der Zufall oder das Mißgeschick in eine» solchen Beruf stieß; die zwar gewissenhaft» aber ohne alle mögliche Theorie mit der Praxis beginnen, womit sic cn» den sollten; die trotz der Hcilighaltung ihrer Wicht, nun, entweder nicht Zeit, oder nicht Kraft genug haben, die eigne Bildung zu vollenden, und so auf gut Glück cxperimenciren, oder sich einer vorgcschriebcnen Norm fügen, je nachdcnr cs die Umstande so oder anders wollen. Daß daher die obschon gutgemeinten Bemühungen solcherMcnschen deirn doch durchaus de»' Erfolg zweifelhaft il'.achcn müssen, bedarf keines Beweises. Wenn wir nun von der ungcheuern Anzahl der Erzieher, dir in diese beiden Klasse»