Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 4 H. (1809)
- Article
- Philosophie und Poesie - Erzieher des Menschengeschlechts
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 230 (sequence 8)
- Language
- German
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Sie sind a) allzulockcrcr Zusanrmenhang;wischt» Schul-und Zamiliencrziehuug, I>) padagogifthe Ignoranz «nv Gewissenlosigkeit. Die Erziehung in Schule« sollte eigentlich nur die Stütze der Familicncrzichung seyn, Eltcrn und Lehrer daher in Rücksicht ihrer Einsichten und Grundsätze, in Rücksicht ihres nioralischcn Charakters vollkommen miccinandcr übcrcinstimmen. Wo also entweder den Eltern, oder den Lehrern dasjenige fehlt, was sie zu zweckmäßigen Erziehern qnalifizirt und wo doch gleichwohl beide vereint auf das Kind wirken: da kann der Erfolg nur traurig seyn. Eitern müssen daher entweder die Erzichung ihrer Kinder ganz aufgeben, oder die Fähigkeit besitzen, sie selbst zu erziehen, im Fall sie dieselben emweder einem schlechten Erzieher anvcrtraucii sollen, oder aus Mangel an Hülfsmictcl» sic weder selbst erziehen, noch sie einem guten Erzieher zu übergebe» vermögend sind. Im jeden Falle hat der Staat die Pflicht, j» untersuchen und für das Beste zu sorgen. Elterliche Verkehrtheit, wozu Unwissenheit, Affenliebe und Lasterhaftigkeit gehören, muss ja nothwcndig in dem Kinde den weichen Boden verhör» tcu und verderbe», aufdcm der Daum des göttlichen Ideals, gepflanzt werden soll. Er muß vertrocknen, oder wird doch nur in dürftiger und verkrüppelter Gestalt forlkommcn. Was Eltern verderben, kann kein Erzieher nachhclfend ersetzen. Ein anderes Hinderniß war pädagogische Ignoran; und Gewissenlosigkeit. Man mache sich vertraut niit den Echulanstalten, lerne die Schul - und Hofmeister kmtim, und man wird sich fragen müssen, wie ist cs mög-!ich, daß bei so außerordentlicher Ignoranz und Gewissenkosigkcit (wovon die lctztre zur Ehre der Menschheit viel-