Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd.3 H. (1809)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 219 (sequence 21)
- Language
- German
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219 Worte. Der Greis spricht zuerst: Ich will nun gern sier» Leu, nachdem ich dich gesehen, , du lebst noch. Jetzt <rK ist Joseph ganz glücklich, jetzt im Schoeße seiner Fa» milic, alle Größe hatte ihm ein solches Glück nicht ver» schaffen können. Und wie benimmt er sich gegen die Der« kaufe:׳? Kein Vorwurf entfahrt seinem Munde, viel wem» gcr übt seine Hand die geringste Rache. Auch um Berge» bcn sollen sie nicht sichen, nein, er richtet sie auf, die vor ihm nicdcrfielcn. ״Fürchtet euch nicht, wenn ihr s auch böse meiirtet, zum Guten hats Gott gelenkt, ich will euch verpflegen, erhalten. Bin ich an der Stelle Gottes!". Bewundern Sie mit mir, liebe Freundin, die Crhabenheit und die göttliche Größe Josephs, in den Worten eines der größten Bibclkenner'): ״Großer Charakter! Menschenfreundlichkeit, Vergeben des Fehls, Mitleid gegen den Feind, wie erhebst du die Seele, wie machst du sie der Gottheit ähnlich! Wer kann dicß lesen» —ohne wenn er einen Feind hat» hinzngehen, und desgleichen zu thun. Ein solches Beispiel ist mehr, als ganze Bücher ge» gen die Cclbstrachc-Welche Größe ists verzeihen zu können! Und welche Seele ist zu träge, nicht groß scy» zn wollen? Ein Mann wie Joseph, der mit dem vollen warmen Lcbcnsgefühl, den, der ihn tödttn wollte, an das Her; drucken kann, ficht so hoch über dem, welcher sich -silbst rächt, lsdieUnschuld über dem unterdrückenden Laster. Er rächt sich nicht bloß darum, nicht weil er keine ') Niemryers Charakter.