Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd.3 H. (1809)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 218 (sequence 20)
- Language
- German
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fcn das graue Haupt deines Dieners unseres Vaters mit Jammer in die Gruft gebracht. £> laß mich an des Knaben Statt dem Herrn leibeigen scyn, er mag der Freiheit genießen; ich kann, ich will nicht des Greises Antlitz schaue«, wenn ichs nicht fröhlich schauen kaum meinen Vater kann ich nicht leiden schm." Nun wußte Joseph was er wünschte, nun wäre cs grausam noch!anger die Arnim zu quälen, und grausam sollen sie ihn nicht finden. Seine Stimme zittert — THranen ersticken sie — alles muß sich entfernen — Ich bin Joseph, lebt mein Vater noch? Das ist alles, was sie den Bruder, den Sohn sprechen hören. Verstummt stehen die Bruder — sic trauen ihren Augen, ihren Ohren nicht. Doch nochmals von den Lippen Josephs die Worte: Ich bin Iosep h, und sie traten ihm näher. Nicht ihr, redet sie der Verzeihende an, habt mich hichcr gesandt, nein! das hat ein Gott gcthan, durch mich will er "euch am Leben -erhalten in der Hungcrszeit. O eilet, eilet z« meimm Vater, bringt ihm diese der fröhlichsten Nachrichten, laßt ihn auch gleich kommen mit allen Scinigcn, erhalten will ich euch, verpflegen.׳ Er sprachs und fiel dem Bruder Densamin um den Hals, und beide weinten, er küßte die Bruder alle und sie weinten, Schnell eilten sie zum Va- »er, erzählten alles — nicht trauen wollte er anfangs ihren Worten, doch bald ward es ihm gewiß und neues Lebe» kehrte.bei ihm ein. Genug! sprach der Hocher-. freut« , mein Sohn Joseph lebt, ich muß eilen und ihn sehn, ehe ich sterbe, und er reiste. —Vater und Sohn liegen sich in den Armen — THranen haben sie statt der