Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd.3 H. (1809)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 217 (sequence 19)
- Language
- German
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217 noch, der alte Vater? und jetzt begegnet sein umhcrspahen» der Blick dem Bruder, seiner Mutter Eehn. ״Ist daS Der kleine Bruder?" O Gokt begnadige dich mein Sohn!" Das ist alles, was der gerührte Joseph sprechen kann. Thronen «ntquillcn seinen Augen, er muß sich aus der Brüder Mitte entfernen, und durch einen Strom der zartlichsicn Thronen dem Herzen Luft verschaffen. Doch bald ist er wieder bei ihnen, den Gefährten scincrIugend! Mit mir sollen die Leute speisen! befahl er wieder. Es geschah. Er theilre die Platze nach dem -Alter aus. — Sollten sie nichts merken, mochte er denken— sie staunten. Er theilte Geschenke aus, Bcnjaniin das ansehnlichste: Lauter Vor. bcrcitung zu der frohen Scene! Und nur noch eine einzige Probe, ob sie kindlich, ob sie brüderlich handeln werden. Auf Befehle Josephs ward sein Decher in den Rciscmantel Benjamins gethan. Die Leute reisen , nichts Dosesahnend. Man setzt ihnen nach, hält sie an» un« tcrsucht rmd findet ein köstlich Gut in dem Reisesack des Kleinsten. Versteinert stehen sie da, die Geprüften: ״WaS sollen wir sagen? was uns vcrthcidigcn? Gott hat sie heimgcsucht die Misscthar deiner Knechte— die Stimme des aufwaä)enden Gewissens — wir wollen unfern» Herrn Eclaven scyn." Co sprach Juda zum Nachsitzer; doch vor Josephs Thron hören Sie ihn wie ein Bruder» wie ein Sohn sprechen. Ich will Ihnen nur den Schluß sei» ner Rede mitthcilen:״ ׳Wenn ich nun zu meinem Väter komme, und der Knabe ist nicht bei uns,, dessen Seele mit der seinigen verknüpft ist—. einst hatten sie diesenicht beachtet — so würde rr sterben, undswir, wir hat-