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Sulamith · 1809-01-01 · 2 Bd.3 H. (1809) · p. Seite 216

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Zweiter Jahrgang 1808-1809
Issue
2 Bd.3 H. (1809)
Article
Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
Date
1809-01-01
Page
Seite 216 (sequence 18)
Language
German
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IRI
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Bürge sty»» der bleibt gefangen hier, ihr eilt zum Daker und bringt ihm Dorrath, das Leben zu fristen. Mit Korn reich beladen eilen sie dem Vatcrhausc zu, und dem Vater erzählten sie, was geschah. O» jammert der fühlende Greis» mich wollt ihr um meine Kinder alle bringen! Joftph ist dahin, Simon ist dahin, und Benjamin, auch dessen wollt ihr den alten Vater berauben? über mich ergeht dieses alles, nein, mein Sohn soll sich der Reise mannigfaltigen Gefahren nie preis geben, sein Bruder ist des Todes Deute schon geworden, o traft auch ihn, den zweiten Sohn der gelebten Rahcl, träft auch ihn einUnfall — mein graues Haupt stürzte mit Kummer in die verschlingende Gruft. Doch Las Datcrhcrz muß brechen ■—die Hungersnoth steigt — der Vater muß das Liebste feiner Seele — seinen Benjamin — vom sich geben» denn so wollte es der vermeinte Tyrann Aegyptens — so will es das allgewaltige Schicksal, dem ein Patriarch ohne Murren den Nacken demüthig beugt: Wenn es denn sein muß, so thut dieses: Bringt dem Manne ein Geschenk. Kanaans Erzeugnisse, die Aegypten entbehrt, dazu nehmt euren Bruder, und Gott der Allmächtige gebe euch Darinhcrzigkeit vor dem Manne, daß er euch auch den andern Bruder auslieftre, ich aber — wenn ich der Kinder beraubt scyn soll» nun so scy ich ihrer beraubt! So spricht der gottgeweihcte Mann! so möchten auch wir reden, uns dem ewigen Geschicke ergebend. Mit etwas erleichtertem Busen sehen Cie die ehrlichen Söhne Israels vor dem herrschenden Bruder stehen. Sie bücken sich abermals zur Erde. Nach ihrem und des Vaters Wohlbefinden fragt der Unerkannte die zitternden Palastinärr Lebt er

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