Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd.3 H. (1809)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 207 (sequence 9)
- Language
- German
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207 beschließen den Zug (für tiefe zitterte er am meisten) und er — nähert sich beugend dem Brüder. Erwarten Sie etiva nun einen Kampf» ein Gefecht? dann irren Eie sich, die Natur kann sich selbst nicht widersprechen, nichtverlaugrien, der Bruder, der Beleidigte , fließt dem Bruder, dem Beleidiger in die Arme, und ein Kuß sagt ihm deutlich: Es ist alles vergcssn» Kmdcr Einer Mutter liegen sich brüderlich in den Armen. Erleichtert ist nun der beengte Busen des göttlichen Mannes, treu blieb der Ewige seiner Verheißung, feinem: Worte. Das muffen alle erfahren, alle erkennen lernen, nicht verschlossen darf es bleiben in der eigenen Brust: ein Altar, dem Ewigen zu Ehren, mag cs laut verkünden, den errichtete er in Sichem: Gott ist der Schutz Israel, ist des Altars Namen. Was dem frommen Wanderer noch begegnete, che er sein Vaterland begrüßen kann, erfahren Sie nur in wcnigen Morren. Di na, seine einzige Tochter, kann der Der« führnng des jungen Fürsten nicht widerstehen. Zwei ihrer Brüder, die wildesten und nngesittetsien, Simon und L e v i, rachen diese That, nicht nur an dem Verführer, sondern an allen seinen unschuldigen Unterthanen. Jakob, der zwar gekrankte aber gerechte Vater, mißbilligt dieses ruchlose Betragen, verlaßt den Ort, ziehet auf Anrathen Gottes nach Bethel, errichtet daselbst mehrere Denkmä-!er dem, der ihn so huldreich schätzte, gedenkt nun bald, die cheurcn Eltern zn nmarmen — aber ihn trist noch ein harter Schlag: seine gcliebtesie Gattin schenkte ihm einen Sohn, der der zärtlichen Mutter das Leben kostete. (Doppclc lheuer blieb ihm dieser Sohn.) Zum Beweist seiner ewigen Liebe errichtete er eine. Säule über dem Grabe der