Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd.3 H. (1809)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 206 (sequence 8)
- Language
- German
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806 Da rang unvennuchct, unvorbereitet ein Mann mit ihm, bis sich der Morgenstern zeigte. Er rang und — mußte dem Hirten weichen, dem Hirten, in welchem die Kraft des lebendigen Gottes lebte. Wie ist dein Name, fragre der Besiegte — Jakob, Von heute an Israel *), um den Vorzug hast du mit göttlichen Wesen und mit Menscheu gestritten — er segnet ihn. Einen Engel habe ich von Angesicht zu Angesicht gesehen» und lebe, ruft der bescheidene Kämpfer, und verfolgte seine Reift. Iatob hat nun seine Kräfte geübt, er hat mit einem EI oh im gestritten und er wich. Gestählt war nun der Murh des ängstlichen Stammoaters, er sah nun jeder Gefahr kühn ins Angesicht: wer fürchtet einen Erdrnsohn, dessen Arm einen Eoct überwand? Doch darauf verläßt sich der bescheidene Fromme nicht, und trotz der Starke des kindlichcn Glaubens weiß er wohl, daß die Hülfe von oben nur mittelbar herbei kommt**), und er handelt vorsichtig, wie ein erfahrner Krieger handelt : in 2Ablhcilungcn sehen Eie seine kleine Armee — wenn mir dieser Ausdruck erlaubt ist. — ״Wird die eine besiegt, so entkommt vielleicht die zweite." Nun ist vvu seiner Seite nichts mehr zu thun übrig, nun überlaßt er dm Ausgang dem Herrn des Krieges, den er um Schutz und Hülfe fleht. Esau kommt an der Spitze von 420 Mann — gegen Jakob eine ungeheure Mannschaft — ihm sichen Weiber und Kinder voran, das harte Herz zn rühren; Rahcl und ihr Sohn י?1ךאל (* *’) Nur dann sendet der Ewige seinen Segen, wen» der Mensch nicht unterlaßt, alle Mittel anzuwcndcn, diesen.Segen zu erlangen, hcißrs im Talmud: וברכת ה' אלהיך כשל א׳שר תעשה־