Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd.3 H. (1809)
- Article
- Briefe an ein achtungswürdiges Frauenzimmer jüdischer Religion
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 10)
- Language
- German
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208 Verstorbenen — cs ist das Grab seiner Freuden — ״Nahels Grab" cs wag ihn immer erinnern an die tbcure Gattin, an die Unersetzliche: ״der Lan desto cd rer viele sind bieder und gut, Du übertrafsi sie alle." Jetzt ist der gotkgeleitctc Wandrer seinein Ziele nahe. Begrüßen Sic mit ihm das lang m:d heiß ersehnte Barerland, doch vergessen Sie darüber nicht ihre ganze Aufmcrksamkcit der folgenden Erzählung zu schenken, einer Erzählung» in welcher Sic sprechende Beweise von dem wun- Lcrbare» Gang der göttlichen Vorsehung recht dcurlich einsehen; sprechende Beweise von der nicht aueblcibcnden Delohnung der Tugend, und Härte sie auch tausend Prüfungen erdulden müssen; die allergrößten Dcwcise, daß unsere Augen viel zu blöde, und unser Verstand noch lange nicht dahin gekommen ist, den Plan des ewigen Regierers zu durchschauen, und einen Blick hinter den gehcimnißvcllcn Vorhang des Schicksals zu thun. Dicß alles spricht sich anfdasallcrdeurlichsicausmder Geschichte Josephs. Jedem Wankenden will ich sic in die zitternde Hände geben, aus ihr mag er Gott und Lugend kennen lernen, für sie leben und für sic streben. Eie ist so rührend, so wunder« bar, und nimmt das ganze Herz in Anspruch. — Joseph, der Sohn der geliebten Rahcl war des alten Vaters Liebling, in welchem er die rhcure Mutter wieder zu sehen glaubte. Beständig war er um den väterlichen Greis, genoß seiner Zärtlichkeit, und Pflege. Ein schöneres, besseres Gewand, das ihn vor den Brüdern auezeichnctc, bewies recht deutlich wie innig er vom Vater geliebt ward. Die Neigung, die alle Kinder behcrscht, immer Neuigkeiten