Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd.3 H. (1809)
- Article
- Versuch einer Beantwortung der Frage: Ob die Menschen mit gleichen Anlagen geboren werden?
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 176 (sequence 3)
- Language
- German
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sic $u rechrftrugen silcht, nichts entgegen zu setzen fty. Aus diesen wenigen Perioden, wie übrigens aus der ganzen Abhandlung, sieht man, daß er cs harwrsachlich auf die moralischen Anlagen des Menschen, auf die Entwichhuuj derselben zu dem einigen moralischen Charakter abgesehen hat, und mithin vorzüglich die Gleichheit der moralisch>׳n Anlagen oder Disposrnoucn zu Tugend und tu* sicrn (wie er sich ausdrückr) bestreitet. Was die Art und Weise betrLst, wie sich der Vers, in diesen kurzen Salzen erklärt; so scheint mir eine gehörige Bcstimmchcir und Lear-!!chr-eir der Begriffe zu fehlen, welche macht, daß mau ihn! etwas zur Last legen konnte, was cr vielleicht n:cht sagen wollte. Es kann daher nicht überfiüßig seyn, wenn ich, ehe ich noch seinen Gründen etwas enrgegenftse, etwas Dorlausigcs über den Sinn des. Sayes selbst erinnere. Der Nerf. sagt: Die Menschen werden nicht mit gleichm Anlagen, Kräften und Dispositionen geboren. Was versteht derselbe unter Disposition? Meiner Meinung nach liegt das scholl iu den: Begriff A n l a g e. Welchen Untersihicd nracht cr zwischen Anlagen, Kräften und Disposrtionen? Schon das Wort Anlage wäre hinreichend gcwcscn; denn sic ist ja das ursprüngliche von der Natur. Gcgebenc; aus ihr entwickelt sich ja erst die Kraft. Man sieht sich genochigt, diese drei Begriffe synenirn zu nehmen, wenigstens scheint sic der Vers, so genommen zu-haben. Was versteht er ferner unter m o r a l i sch e n Di s p o si r i oneu? Soll dieß etwa soviel heißen, als Complcxion, Naturcl, Temperament, in wiefern cs so beschaffen ist, daß es dem moralischen Streben Hindernisse in den Weg legt, und