Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Jüdische Schulanstalten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 38)
- Language
- German
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griffe aufgeklärt, und das Ueberfttzen der Bube! vorbereitet werden. Durch die Beziehung auf (Lottes Güte und Wcibhe.t, die man in der Moral so oft als möglich auffassc, wud sie lebendiger werden; der Gedanke: alle Menschen sind Kinder eines Vaters, wird das Gefühl für Menschenachttmg inniger und tiefer erregen. Bei dem ersten Unterrichte in der Ucberfttzung der Bibel beobachte man eine weift Auswahl. Der größte Theil des Historischen und diejenigen Gesetze, welche sich auf Selbst-und Mcrsschcnpflichtcir bestehen, gehören eigcntlich für diesen Unterricht. An die Eigenschaften der Liebe und Weisheit (Lottes knüpfe man allmählig die der Gerechtigkeit, welche natürlich auf Unsterblichkeit der Seele und Strafen und Belohnungen reiten wird. Hier vergesse man nicht den Unterschied zwischen dem Gerichte Gottes und einem menschlichen Gesetzgeber deutlich auseinander zu setzen. Gott bestraft die Gesinnung, der Mensch die That; jener den ganzen Menschen, dieser die cinjelne Handlung. Dadurch wird der Intoleranz, dieser wahren Discordia Menschheit, entgegen gearbeitet werden. Die Neberfttzung der 5 Bücher Moses, kann nun vollständiger getrieben werden; nur lasse man keine falschen Begriffe in dem Verstände des. Zöglings Wurzel fassen. Der Lehrer führe ihn da, wo es nöthig ist, in die Geschichte der alten Welt und zeige ihm die richtige Ansicht der Sache. Dadurch wird die Bibel zugleich ein Vehikel mancher nützlichen Kenntnisse werden. So gehe die Religion mit der Mora! gleichen Schritt; jene werden durch diese erleuchtet, vor Mißbrauch gesichert und praktischer gemacht; diese