Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Jüdische Schulanstalten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 36)
- Language
- German
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nicht mehr mit bcrfdbut Macht auf die Gemächer wult, als in altern Zeiten; wenn besonders meine Glanvensgcnossen bisher in solchen Verhältnissen lebten, die diese mehr unrerdrüclcn als erregen konnten: so können wir desto weniger der Achtern entbehren. Moral und Religion snld cs ferner, bic den (Seift der wahren Industrie, wohin wir mir vereinten frästen streben müssen, am mächtigsten emporheben, indem sie die Macht der Leidenschaften und der Sinnlichkeit schwachen, die zeitlichen Bedürfnisse vermindern, imb dte Tugenden der Genügsamkeit und Mäßigkeit, diese nolhwcndigen Ctülzen der Industrie, starken und erleichtern.. Doch wozu bedarf es der langen Anpreisung einer Sache, von deren Wichtigkeit der größte Thcil meiner Glaubensgenossen überzeugt ist? Ich wage cs, den Lehrern und Freunden der Jugend einige Gedanken über die Art, wie Religion m jüdischen Schulen gelehrt werden konnte, zur Prüfung und Berichtigung vorzulcgen. Was zuvörderst die ersten Rcligionobegriffe betrifft, so können hierzu die 5 Bücher Moses nicht benutzt werden, weil (wie bereits Rabbi Sa di ah in seinem bekannten Werke <!«> lidoi und M a i m 0 nldes bemerken ) in diesen heiligen Schriften nichts von Unsterblichkeit der Seele und Bestrafung und Belohnung nach dem Tode ausdrücklich vorkönimt. Die jüdische Religion ist von der christlichen darin wesentlich unterschieden, daß sie durchaus keine Glaubensartikel hat. Die iz Artikel des Maimouides sind von mehreren berühmten indischen Gelehrten bestritten worden,