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Sulamith · 1809-01-01 · 2 Bd. 2 H. (1809) · p. Seite 105

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Zweiter Jahrgang 1808-1809
Issue
2 Bd. 2 H. (1809)
Article
Jüdische Schulanstalten
Date
1809-01-01
Page
Seite 105 (sequence 33)
Language
German
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■! ¥ : s j; ' Ui Geiste, dem Charakter und den Verhältnissen der Nation vertrauten Israeliten die Reformation des Erziehungswefens zu übertragen, um die Ausführung derselben zu unterstützen. Doch dazu war der Zeitpunkt noch nicht reif; man überließ cs der fortschreitenden Kultur, dem Chaos eine bestimmte Form zu geben. Einzelne Menschenfreunde legten hie und da Hand an, und wirkten so weit ihre Kräfte reichten; der bei weitem größere Theil blieb in der vorigen Verfassung. Indem min auf diese Art die Bildung der Jugend der Willkühr jedes Einzelnen und der mitcrzirhcndcn Welt überlassen blieb, erfolgte, was nothwcndig erfolgen mußte: eine ungeheure Trennung der Gesinnungen und Handlungen. Die Acltcrn denken und handeln nach der väterlichen Weise; unter den sogenannten Neuern gicbt cs mehrere, welche das alte'Desiament und den Talmud in ihrer Jugend studirt haben. Diese verachten selten die hebräische Literatur, vicliuehr wünschen sic, das; ihre Kinder mit derselben vertrant werden, wenn sic gleich die darin enthaltenen Vorschriften nicht befolgen sollten. Ein großer Theil der Neuern aber gehört zn denen, welche von der jüdischen Religion durchaus keine Kenntnisse haben; sic verlangen nicht, daß ihre Kinder die hebräischen Schriften kennen lernen, weil sie in ihren Augen keinen Werth und Nutzen 'haben.' Da sie in ihrer - keinen ordentlichen Unterricht von den Hauptlehrcn aller Religionen Gott und zukünftigem Leb e n und von der wahrhaftigen Beziehung dieser Lehren auf des Menschen Denken und Handeln erhielten, und Gott bloß alö den Urheber gewisser Vorschriften kennen lernten: so mußte ihre Abweichung, wodurch diese einzige kl. Iahrg. st. Band. $)

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