Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Jüdische Schulanstalten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Selbst die Art, wie man in manchen Anstalten bei .dM_Ae!igion6unreL'richte zu Werke geht, scheint mehr darauf hinzuziclcn, den -Verstand mit metaphysischen Spekulationen anzufällen, alü den Samen , einer vernünftigen und beglüclcndcn Religion in das Herz zu pflanzen. Man fangt damit an, den Zöglingen das Daftyn Gottes und die Schöpfung der Welt zu beweisen, spricht von den Absichten Gottes, von dein Entzwecke der Schöpfung und mehr dergleichen Gegenständen, die den Verstand beschäftigen und das Herz kalt lassen. Und wie viel begreift der Zögling davon? Ich glaube, ein jeder Jugendlehrer kann durch die tägliche Erfahrung sich immer mehr von der Undalebartcit abstrakter Begriffe im jugendlichen Verstände überzeugen. Mag der Knabe die Definition des Lehrers aufs Teste hersagen, es sind für ihn nur Formeln ohne Sinn und Bedeutung. Das Abstraktionsvermögen, wird erst spat erlangt, und wir sehen viele erwachsene Menschen, die es nidn besitzen, und mir den abstrakten Wörtern immer falsche Begriffe verbinden. Aber auch hier hat der jüdische Lehrer wieder besondere Rücksichten auf den Charakter und die Beschaffenheit der religiösen Gesinnungen seiner Glaubensgenossen zu nehmen. Sie sind eine Folge der bisherigen Verhältnisse und des Erzichurigssystems, und können vielleicht nur durch eine allgemeine und zweckmäßige Umbildung des Lehrern eine, dem Wohl des Ganzen heilsame Richtung erhalten. Wir haben bereits bemerkt^ daß der Talmud seit seiner Vollendung der einzige und allgemeine Gegenstand des