Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Jüdische Schulanstalten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 102 (sequence 30)
- Language
- German
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ioa als diese wieder aufblüheten, war sie der Gegenstands worauf man jene anwmdett, und wodurch ihr.SLerch^rs.. hehr wurde. - Doch jene Seiten der.Finstcnuß und der Verwirrung sind nun vorüber, und die übrigen dunkeln Flecken, wohin das der Vernunft noch nicht gedrungen ist, werden auch allmahlig verschwunden. £aßt uns, indem wir die wohlthätigcn Wirkungen dieser Aufklärung erkennen, auch die nacklh-ulugcn Folgen nicht vergessen, die sie, sowie alle menschliche Einrichtungen, durch Mißbrauch hervorgebracht haben. Die Klage über Mangel an Religiosität in uuscrm Zeitalter ist allgemein. Wenn nun gleich die Erziehung ru<ht die Ursache dieser Abnahme-isi-, so hat sie dennoch wenig gethair, um ihre Ausbreitung zu verhindern. Man glaubte, die Moral bedürft der Religion nicht, und trennte sie im Unterrichte von einander, wodurch jene ihr wirksamstes Hülssmrttel verlor. Man gab sich keme Mühe, das den meisten Gcmülhern, besonders aber dem kindlichen, inwchnende religiöse Gefühl frühe zu entwickeln, und verschob dcn eigentlichen Religionsunterricht auf das reifere Alter, da die Welt und die äußern Verhältnisse des .Knaben bereits die Empfänglichkeit für religiöse Eindrücke geschwächt, oder vielmehr denselben die Zugänge zum Herzen gänzlich verschlossen hatten; denn daß der Geist des Zeitalters noch weniger zur Erweckung religiöser als moralischer Gefühle geeignet fey, hierin wird jeder mit mir übereinsiimmen.