Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Jüdische Schulanstalten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 25)
- Language
- German
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gehen, und sich mit dem Systeme seiner Ideen verweben Ion,itcn. Es sind nur mit dem Gedächrnist ansgcfasrte Begriffe, die erst durch die Anwendung auf wirkliche Falle des Gebens und Urbereiiistimniung mit seine» eigmenDeobachtungen und Erfahrungen Kraft und Bedeutung erhalte». Ob dieses der Fall seyn werde, ob die aukere Welt dazu geeignet ftyn werde, die tobten Ideen zu beleben und bis zur Klarheit zu steigern, oder vielmehr ganz entgegengesetzte hervorzubringen, das zu entscheiden dürste wohl nicht schwer seyn. . Man vergesse aber nicht, daß ich hier von der Erziehung des Ungelehrten spreche; ganz anders verhalt es sich mit dem künftigen Gelehrten. Ihm, dem die. Schule nur eine Vorl ereituug zur Selbsibildimg ist» der in seinem Leben noch manche Stunde über diese Gegenstände nachdenle» wird, können die Einwürft und Zweifel nicht verborgen bleiben. Er werde also schon in der Schule darauf vorbereitet, damit sie ihm einst nicht neu und unerwartet kommen mögen. In diesem Unerwarteten uud Aufsallcnde» liegt, meiner Meinung nach, die größte Stärke solcher Schriften; sic wirten vorzüglich durch den erste« Eindruck, und »vir haben schon sehr viel gewoirne», wenn cs uns gelungen ist, seine Kräfte zu schwache». Der Gelehrte wird ferner durch die vielseitige Ansbildung seines Geistes wenigstens vor den gröber« Aussprüchen der Sinnlichkeit bewahrt werden» wenn auch die Veredlung seines Herzens mit der Aufklärung seines Geistes nicht gleichen Schritt halten sollte. Die moralische Erziehunq tcs künftigen Handwerkers, nnd Kanfmannes muß also