Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Jüdische Schulanstalten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 95 (sequence 23)
- Language
- German
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1) Crlatrtmtitci, Einschränkung, Erweiterungen und nähere Beßirnn.ungen des geschriebenen Gesetzes. 2) Sehrviele moralische Vorschriften, Sentenzen u. dergk, die naher bekannt ju scyn verdienen. 3) Diele Erzählungen aus der jüdischen Geschichte der damaligen und der frühern Zeit, besonders viele biographische Nachrichten, die oft eine moralische Tendenz haben. Diese allgemeine Einrhcilnng ist für unfern Zweck hinreichend; eine nähere Beschreibung tml> Würdigung dieses Werls gehört nicht hierher. Der Einfluß, den dieses Werk auf den Nationalgeist gehabt hat und noch hat, ist sehr groß, und verdient eine weitere Auseinandersetzung; hier nur einige Hauptmomente. Cchon im siebenten Jahre, sobald der Knabe das hebräische lesen formte und einen Thcil der 5 Bücher Moses überseht haue, ging er zrm Studio des Talmuds - über, und setzte dasselbe eine lange Reihe von Jahren mit den» größten Eifer fort. Mmählig wurde es bei den deutschen Juden herrschende Meinung, daß derjenige nicht den Namen eines wahren Gelehrten verdiene, der den Talmud bloß in der Absicht ftubirt hat, die Resultate der Abhandlungen ju wissen, um jede Frage in Rcligivrrs« sacheii entscheiden ju können, sondern daß cs vorzüglich auf den Grad des Scharfsinnes ankomnre, mit welchem jemand über eine Abhandlung im Talmud zu commentiren fähig ist. Uebung des Scharfsinnes war es daher vorzüglich, weshalb man den Knaben so frühe zum Talmud