Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Jüdische Schulanstalten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 91 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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91 auf Dinge verwenden, die hierzu nicht nöthig sind, wohi» auch die innere sittliche Bildung gehört. Die Kunst des Lebens, glaubt man, könnte der Welt überlassen blei» ben, die in der Thal ihr Werk nur zu bald vollendet. Der Knabe selbst ist gewohnt, von allein was er in der Schule kernt, sogleich Gebrauch Zu machen, seine Gelehrsamkeit zu zeigen, sich den Namen eines geschickten Junge» zu crwerbe», und findet kein sonderliches Wohlgefallen an einem Gegenstände, womit er nicht prahlen und Lob cinerndtcn kann. Wohl der Schule, wo häusliche Verhältnisse cs dem Lehrer erlauben, die Moral mit allerhand praktischen Uel'ungen der Mäßigkeit, der Wohlthatigkeit» der Beharrlichkeit u. s. w. zu verbinden; seinen Schülern ein Muster aus der Geschichte aufzustcllcn, und sie aufznfordcrn, dassftlbe zum Model zu nehmen, und cs in ihrem Leben im Kleinen darzusicllcn. Ein auf diese Art unter den Schülern erregter Wetteifer, sich in Handlungen, nicht in Worten, zn übcrtrcffen, würde den Lehren der Moral Kraft und Leben gebend sie würden nicht mehr als Satze, die man wissen, sondern als Maximen , die man befolgen muß — als eine wahre Kunst des Lebens angesehen werden. Aber wo findet sich diese glückliche Schule? Werden die Eltern unter dem gemeinen Volke je so weit gebildet werden, um eine solche Anstalt durch häusliche Erziehung zu unterstützen, oder nur derselben nicht entgegen;« arbeiten? Zu diesem, in der Einrichtung unserer öffentlichen Erziehung liegenden Hinderniß der moralischen Bildung, ge» G 2 J ,, » ■ ■