Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Jüdische Schulanstalten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 84 (sequence 12)
- Language
- German
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84 Enten und des Wahren in das Cemüth der werdende« Generationen;u pflanzen und ihnen Len Weg zu zeigen, der zum Erhabenen und Göttlichen fuhrt. — Und so waren wir denn .der Beantwortung unserer ersten Frage nidit mehr fern: Was der Zweck der Menschheit iin Allgemeinen ist, das ist der Zweck alles Bildens »nd Erzichens im Einzelnen, nämlich: alle Kräfte der Jugend in Anspruch zu nehmen, sre alle lharig aufzurcgen und in jedem cm^elnen Zögling das so natürliche Streben zu erwecken, nach Vollk o m m c n h c i t. nach Vollendung, nach dem höchsten Muster der wahren Humanitär, so, daß er nicht so wohl dem gegenwärtigen, sondern vielmehr einem künftigen, bessern Zustande erzogen und gebildet werde. — Diesen hohen Zweck muß der Lehrer und Erzieher bei seinem Lehrling und Zögling nie aus dem Auge verlieren; sein Herz muß er vor den herrschenden Jrrthümern und Verderbnissen sorgfältig zu schützen suchen, und seinem ganzen Wesen die Richtung vom Euren zum Bessern, und vom Bessern znm Allerbesten geben. Dazu müssen wir seine Begriffe über die wahre Lage der Dinge.zu erhellen suchen und ihm klar und deutlich seine eigene Bestimmung zeigen, nicht nur die als gcscllschafrliches Mitglied, sondern den weit höher« Beruf als Mensch. Lehren müssen wir sic die wahre» Euler des Lebens von Scheingütern genau unterscheiden, und ihm begreiflich zu machen suchen, daß zu dem ackncn Glucke des Men-