Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Jüdische Schulanstalten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 9)
- Language
- German
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ter, Griechen und Sic in er und all: Völker der alte» und alle Großen der neue» Zeit? Wo ist sie hin ihre Knltur , der wir beständig so ruhmvoll gedenken? Sind sie nicht herabgefallen von der Höhe, die sie so mühevoll erstiegen? Mußten sie ihn nicht verlassen, den hohen Parnaß, auf dem sie sich mit den Musen gleichsam vereinigen wollten? Ncinl — so schließen sie — es gicbt keinen allgemeinen Fortschritt zum Bessern. Wir erblicken nur überall einen ewigen Wechsel von Licht und F i n st c r n i ß, von W e sc n und Schatten, von Ebbe und F l u t h, und wenn sich auch der Mensch aus dem tiefen Schutt des Aberglaubens und derVormtheilc;n einem hohen Zustande der Kultur heraus zu arbeiten weiß, so bleibt doch die Menschheit immer auf Einem Orte stille stehen.— Doch — so entgegnen wir — sind wir nicht parlhciisch, einseitig in unserm Urthcilc? Räumen wir nicht jenen Nationen einen zu hohen, und uns einen desto nicdrigern Platz ein? Erscheint uns nicht jene entfernte Zeit deshalb in einem heileren Lichte, weil sie entfernt ist? Wollenwir denn durchaus Slug’ und Ohr verschließen und weder sehen noch hören, daß in jene» Zeiten die schrecklichen. Nebel des Aberglaubens und der Barbarei mehr gcwüthet haben als jetzt,und daß die Menschheit im Ganzen jetzt weit höher sieht, als zu dm damaligen Zeiten? —Wir haben keinen Vo! skischcn Krieg mehr, der 106 Jahre grausam wülhete, und keinen S a m i n i t i sch e n von 71 Jahren. Unsere Krieger sind menschlicher und rmsere Sieger—wie anders die zu Wien und Berlin als zu Korinth und Karthago. Mit Errölhen schauen wir