Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Jüdische Schulanstalten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 80 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Geschmack ihrer Zeitgenossen. — Und dürfen wir nicht auch mit gerechtem Srol;e auf unser deutsches Vaterland Hinblicken? Wo ist eine Wissenschaft, eine Kunst, die nicht von den Deutschen getrieben und erweitert worden wäre? Wo cs auf Gründlichkeit, Tiefsinn, allscitiges Forschen und rastlosen Fleiß ankommt, welche Natron konnte sich da mit den Deutschen vergleichen? Sie sind im Besitz der gründlichsten Eclehrsamkeit, die treuen Bewahrer des entschlossenen, kiefern Forschens. Von Deutschland aus verbreitete sich über ganz Europa ein freierer Schwung des Geistes, Mnth im Denken und Schreiben, höhere Bildung und gelauterte Aufklärung. Bescheiden richten wir unfern Blick auf diese Wiege so vieler großen Geister, die der Stolz und die Zierde ihres Vaterlandes waren und ewig bleiben werden.— auf einen Wol f, Leibnitz, Mendelssohn, Kant, Fichte; auf einen Kopernikus, Her sch eck; auf einen Hollbein, Alvrrcht Dürer, Oeser, M e n g s, Angelika Kaufmann; auf einen H u g o Gr ot i u s, W i n kelm a nn, Johannes Müller; auf einen Gluck, Mozart, Hendel; auf einen Lesfing, Faller, Herder, Klopstock, Wieland, Schiller und Eöthe — und fragen: Ist es zu verkennen, das unaufhörliche, beständige Streben nach Vollendung, nach Vollkemmmenheit, nach dem hohen Ziele, das der Mensch, ein Gott auf Erden, erreichen soll und kann? .Ja, höre ich Diele einwenden, und zwar mit schein barem Rechte, wo sind sie denn die gepriesenen Aegyp-