Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Jüdische Schulanstalten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 78 (sequence 6)
- Language
- German
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78 Vollkommenheit. Keiner will da stehen bleiben, wohin er gesicllt wordcn ist, er will nicht müßig znschauen, sondern thatig Mitwirken. Wer wird hierin die weise Entrichtung eines vollkommenen Wcltenregstrcrs nicht bewlnrd.n'. müssen, der diesen Hang in unsere Brust gep,tanzt, diesen Durst in uns angeregt hat, damit wir schöpfen mögen aus dem reinen Quell der Vollkommenheit, und das hohe Ziel erstreben, das die Hand der Vorsehung uns selbst gesteckt hat? Wer wird hierin den großen Zweck nicht ahnden, zu dem ein ewiger Vater seine Kinder besi.rmu, die sich der Waffen bedienen, die er ihnen zu n Gebrauche angewiesen, des V c r standeü und des Willens? — Fragen wir nun die?)!nfc bcv Zeiten, die Geschichte: ob auch die Menschen wirtlich auf der Bahn der Vollkommenheit immer weiter vorgerückt, und ihrer Bestimmung immer naher gclommcn sind? — so richtet sie unfern Blick bald auf die fleißigen Aegypter, bald auf die handelnden Phönizier, hier^ auf die hochgesencrtesie aller Nationen, auf die sr nur eichen Griechen, und dort auf die erobernden Römer- Und nicht nur Indivi d u c n unter ihnen ziehen uns mit magnetischer Kraft an, nein! die Nationen im Ganzen halten unsere. Auftncrlsanikeit gefesselt, und nöchigen uns Ehrfurcht ab. Zn dem Aegypler bewundern wir die Schatze tiefer Weisheit, die er unter einem geheimnißvollen Schleyer zu verbergen wußte, den Schönheitssinn in dem Griechen, und die Kraft und den männlichen Geist in dem Römer. Wie hoch stieg nicht selbst inZnd.ien die Kultur, die den größten Männern Bewunderung abnöchigtc? — Doch