Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 2 H. (1809)
- Article
- Jüdische Schulanstalten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 5)
- Language
- German
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tcr nciK (frbcnourgcr das Onife vom S&ffctt, das Nützliche vom Schädliche» und das Wahre vom Falschen weislich sondern, dieses fliehen und jenes wählen. Eine junge Pflanze, ein grünender Daum steht er da, und erwartet die Pflege deö erfahrne» Gärtners. Was sein ewiger Vater in ihn hineingelegt, soll entwickelt, soll herauogehoben werden. Noch ist er kein Mensch, er soll es werden. Und zwar nicht bloß durch die Erziehung der Natur, nicht durch die der U ne st a n d e und Eckicksale; sondern der Mensch soll den Menschen erziehen und ihn zu der hohen Ctufc führen, von welcher er mit ungetrüdteni Blicke hinein schauen kann — ist das gelobte Land. Was soll nun der cinjigc und wahre Zweck alles Er ziehe ns und Bildens seyn? und: Worin soll der Erzieher und Bildner seinen schönsten, seinen süßesten Lohn finden? Es sey mir erlaubt, höchst - und hochgeehrte Anwesende, diese Fragen znm Gegenstände einer Betrachtung zu machen, die dem Zwecke des heurigen Tages nicht zu widersprechen scheint. Wenn wir einen forschenden Blick auf die tausendfältigen Einrichtungen in der Natur werfen und tief in ihre geheimsten Winkel cingcdrungcn sind: so werden wirs nicht verkennen, daß diese thatige Mutter stch keinen Ruhepunkt in ihrem großen Reiche vergönnt, daß sic nie still sicht, sondern unaufhörlich wirkt und schafft. Co wie in der Natur, so ist es auch in der Mcnschenwelt. 'Auch >m Kinde regt sich dasselbe Streben nach Vollendung und