Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 1 H. (1809)
- Article
- Französische Literatur
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 5)
- Language
- German
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ftc sich ewige Liebe geschworen, sich mit kalter Gleichgültigkeit einander verlassen, und sich von den unschuldigen Pfändern ihrer Liebe ohne Bedenken lossagen. Man weiß nichts unter ihnen von jenem schauderhaften Lasier, das die Namr selbst mit Abscheu empört, und dessen unkeuscher Name von einer verdcrdren Zugend ohne Scheu genannt wird.— Doch ist es ein gewöhnlicher Anblick, Gatten unter ihnen zu finden, die , nachdem sie die längste Reihe der Jahre in zärtlicher Eintracht verlebt haben, im hohen Alter, bc.m Anschanen der Trauringe, jener Denkmäler der ihnen heiligen Ehe, in Thräncn ausbrcchm! Mutier, die Zähren der Freude vergießen, wenn sich der Augenblick nähert, in welchem sie ihre Töchter mit dem bräutlichen Schleier der keuschen Ehe bedecken sehen. Däter, deren einzige Sorge und stetes Bestreben ist, das Glück ihrer Kinder-zu begründen, die sie (inst wieder in ihrem Greifenalter unterstützen werden. Ihr Weisen, die ihr eseuch zum angenehmen. Geschäfte machet, das menschliche Her; zu studieren, seine geheimsten Falten zu durchforschen, schauet, wodurch sich das Lcicherrbegängniß eines jüdischen Familienvaters von andern unterscheidet, ihr werdet ke.ne heuchlerischen . Thräncn bemerken, die der Zwang der Conve- —men; Dein Schcimraurendm entreißt. Nein! chr werdet da den ungekünsteltsten Schmer; mir seinen traurigen Umgebungen in jedem Gegenstände verwirklicht sehen, Kinder, die sich der unbändigsten Berzweistung über den erlittenen Vertust Preis geben, und sich mir tiefgefühltem Kummer über den rheuren Leichnam des entseelten Vaters hinsiür-