Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 2 Bd. 1 H. (1809)
- Article
- Eine biographische Skizze des Herrn Jonas Jeitteles, der Heilkunde Doktors, der Weltweisheit Baccalaurei, des gewesenen böhmisch-israelitisch-chirurgischen Gremiums immerwährenden Präses, K. beeideten
- Date
- 1809-01-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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'S» nun fcitt erster Lehrer. Der Unterricht dieses - würdigen Mannes war für ihn von »«endlichem Nutzen. Dieser große Lehrer regelte sein Wissen, verschaffte seinen Idee« niehr Klarheit und Ordnung, und brachte ihm überhaupt eine Masse der gründlichsten humanistischen Kenntnisse bei. Do» der Natur mit seltnen Geisteskräften ausgesiattet, von einer heißen Wißbegier begleitet, und unter der Leitung eines solchen Mannes, war cs ganz natürlich, daß er in einem Zeiträume von drei Jahren reif wurde, eine Universität zu beziehen. Da cs damals in seiner Vaterstadt fremden Religionsgenossen verboten war, di« hohe Schule zu besuchen, so ging er 1752, also im i7tcn Jahre seines Alters, mit einer Summe wohlvcrdauter Kenntnisse ausgerüstet, nach Leipzig. Von hier beginnt im Grunde die Periode seiner höher» Ecistcsausbildung. Man erwarte aber hier keineswegs «ine wcitlauftige Auseinandersetzung: wie und wodurch er eigentlich zu dieser hohen Stufe gelangt; ans welche Weise er es angcfangcn, um sene Klassicitat i» seiner Hauptwissenschaft, jene Vielseitigkeit in Nebenwissenschaften zu erreichen, die man so allgemein an ihn schätzte, — mit einem Worte: die Geschichte seiner Bildung crtvarte man hier nicht. Eine solche Geschichte des Geistes, liegt, eine Eelbstbiographie ausgenommen, außer den Gränzen der Möglichkeit. Allzuvrrschlungen ist das Gewebe von Kräften und Wirkungen, von Ursache« und Folgen, von Mitteln und Zwecken, als daß ein Dritter im Stande scyn könnte, die wahre Jdeenfolgt mit Gewißheit anzugcben — er vermag höchstens nur einzelne