Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Über Massora und Massoreten
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 402 (sequence 7)
- Language
- German
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402 gleichsam d-n Augen dargesicllt. Die hohe beseligende Idee von dem menschliche» Vorzüge, von seiner Würde und seiner Bestimmung hicnicden, bewahrhaftete der versinnlichte Ausdruck: Gott selbst habe dem irdischen Gebilde dcsMcnsehen einen lebendigen Odem 2"N ein gehaucht. Wer findet hier nicht den reinen Begriff von der Seele; wer zweifelt wohl noch, ob -Moses an Unsterblichkeit geglaubt, ob er feinem Volke diese beglückende Lehre habe nutiheilen wolle»? — Wie lieblich ist nicht ferner der Zauber der Liebe, das Streben und De gl ücf cn derselben in der planen Erzählung vom Ursprünge des ersten Weibes rinzehüllt! Wie schön ist nicht der unschuldige Zustand des ersten Menschenpaars in der einfachen Beschreibung des Paradieses ausgedrückt! Wie treffend endlich und wie psychologisch richtig in der bildlichen Darstellung des Erken u ruis b a u nt c s die Schilderung des traurigen Zustandes, in dem sic sich nach dem Gebrauche ihrer Freiheit befanden, die Scham, die siecmsie stellt uns vor Augen, wie ein Tbeil der Welt nach dem andern durch Wirkung der Gotrdeit sich entwickelt, wie sich die Elemente scheiden, wie die Erde, aus der Liefe dis Edaos emporsteigend, zuerst anfangl zu vcgetircn und organische Wesen dcrvorzubrinaen, dann die Gestirne zu leuchten aufanacn, Sonne und Mond idre Hcrischafr über Lag und Nacbr verkündige», die Vögel in der lust, die Fische im Wasser leben, die Tlstcre des Feldes sich regen und endlich die Zierde der Schöpfung, der Mensch» im Bilde Gottes geschaffen, a»stntt, um die ganze Natur zu beherrschen und zu veredeln. —