Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Über Massora und Massoreten
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 400 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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4^0 gen feiner Wesenheit auöbrelten und für die werdende Nation die Axe werden soll, um die sich alle ihre Handlungen drehen sollen r heiligte durch wunderbare Fügungen das Andenken des großen Gesetzgebers in den Herzen der Jsraelrtcn. Jetzt begann der Glaube facti sch;u werden. Nicht immer soll die Nation ein bloßes Nomadenleben führen, nicht immer soll Eeschafrlosigkeit und ein unthätiger Lebenswandel auf wunderbare Erhaltung Anspruch machen; das kommende Geschlecht soll selbst wirken, selbst handeln und durch zutraulichen Glauben sich der Gnade Gottes würdig bezeigen. Eegen und Fluch, Leben und Tod, Erhaltung und Zerstörung im Einzeln sowohl als im Ganzen sollen sich nach ihren Handlungen äußern. Die Urbildung der Nation wird ihnen hierbei stets zum lebendigen Muster dienen; die früheren Gegebenheiten, als Vorbilder der heiligen Handlungen, werden jenen Glauben, der so alt als die Welt ist, immer mehr befestigen. Und so wurde von Mosen stlbst, die Ecsainmthcit der Urgeschichte ausgezeichnet, die sich in einer logischen Kette vom frühem idealischcn Glauben bis zum Historischen hinab windet. Das Göttliche, das kein Gegenstand der Einsicht des Verstandes ftyn kann, kleidete er weislich in sinnlichvcrstandliche Ausdrücke ein. Dunkel nur sollen die Gesetze des Verstandes und der Vernunft wirken; es sollen nur ahndungsvolle Blicke scyn, die der Gläubige ins Hciligthum der Wahrheit wirft. Daher gehen in der Schöpfungsgeschichte keine bestimmte Begriffe und Grundsätze voraus, daher fehlte «6 in derselben an tiefdringendcn Erklärungen der Er-