Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Französische Literatur
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 394 (sequence 13)
- Language
- German
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394 gewiß wird jeder, - der das bescheidne u>»d anspruchslose Verdienst, wo er cs auch findet, zu schätze» weist, nicht ohne besondere Achtung die Namen: F r i e d l a n d c r, Wessely, Hurwitz, Eichel, Bloch, Markus Herz, Ensheim, Bing und anderer Zöglinge des deutschen Philosophen aussprcchen. Wenn die Funken des Geistes sich so weit unter Männern, die keine belohnende Ehrenftcllen für ihre Talente zu hoffen hatten, ausbrciteten,- was. -würde aus ihnen geworden scyn, wenn auch dieser Sporn der Nacheiferung seinen heilsamen Einfluß bei ihnen ausgcübt halte! Nicht ohne Grund wird man die Frage aufwcrfen: Ist nicht das strenge Gesetz, das den Juden den siebenten Tag der Woche den Geschäften zu widmen verbietet, ein wesentliches Hinderniß, sic in Militärdieirste aufzunehnicn? Um dieses zu beantworten, erlaube man mir, einige andre Fragen zu thun. Halt dieses Verbot den» die deutschen Juden, die in der Armee Seiner Majestät des Kaisers von Oesterreich dienen, zurück, ihre Schuldigkeit als Sol» datcn zu thun? Verhindert die Beobachtung des Ruhetages die französischen Juden, die nun wirkliche Bürger geworden sind, ihr Blut zur Derthcidigung des Vaterlandes zu vergießen? Lehrt uns nicht die Geschichte selbst, daß die Juden am siebente» Tage der Woche die Walle Jerusalems gegen die römischen Legionen vcrthcidigt haben? Was die damaligen Juden für die Verthcidignng von Palästina thaten, werden die heutigen mit Bereitwilligkeit leisten, wenn cs den Schutz des Landes gilt, worin sie geboren sind; wären die Opfer, die es verlangt, noch so