Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Französische Literatur
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 393 (sequence 12)
- Language
- German
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393 Schwungkraft verloren zu f)<rt>cii. . Ocffnet ihnen nur die Pforte der bewerbe, der .dunste und Wissenschaften, nrit den sie begleitenden Ehrcnstcklen, und sic werden gewiß bald das werden, was sic einst waren. Selbst in den Zeilen, wo sie riech schwer rnrter der Last der Unkerdrnckung seufzren, sah man Männer unter ihnen entstehen, deren Namen schon Ehrfurcht von allen denen heischen, die sie;u würdigen verstehen. Noch lag fmftrrc Unwissenheit über h:t jüdischen Nation, da schwang sich Mendelssohn mit einer edlen Kühnheit, ohne Führer, ohne Unterstützung;n einer Hohe, die ihn mit Sokrates, Zenon, Locke und CordUlac in einen Rang setzte, und ihm den Namen des Plato der Deutschen verschaffte. Der Reitz der unwiderstehlichen Logik, womit dieser Schriftsteller die trostvolle Lehre der Unsterblichkeit der Seele bewiesen hat, giebt'seinem Namen nicht allein ein entschiedenes Recht, unsterblich zu bleiben; sondern auch die Eleganz, die Xicuc und die Kraft, die in seinen Uebersetznngen herrschen, gestatten ihm einen ausgezeichneten Rang unter den berühmtesten Gelehrten. Lange war die hebräische- Spräche von Grundregeln entblößt, ihr unkenntliches Gerippe diente nur zu seichten Raisonnementö einiger spitzfindigen Scholastiker. Er allein erhob sie aus jenem Staube des regellosen Sprachgebrauchs, durch ihn ward ihr die Ehre zu Thril, unter die Zahl der übrigen Sprachen ausgenommen zu werden, die nützlich durch ihr Alterthum und angenehm durch b\t Schönheit ihrer Werke sind. Aufgeregt durch den glücklichen Erfolg dieses bewunderungswürdigen Mannes traten mehrere junge Athleten in die Schranken der Wissenschaften und schönen Künste, und il. Iahrg. i. Band. E e