Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Französische Literatur
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 386 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2304627-2304649-2304650-10856924-2315438--01691-2315916- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
der Juden ~jmn Wucher hegt, zu begünstigen; daß es Grundsätze enthalte, die sich wenig mit der Ehrlichkeit vertragen, und daß so lange die Juden nicht aufhoren, diesem Gesetze blindlings zu folgensie keiner Verbesserung fähig stym. Dieser Vorwurf, der ganz ohne Grund dem größten der Gesetzgeber zur Last gelegt wird, kann nur von jwcr Gattungen von Menschen hcrrühren: entweder von Christen, oder von solchen, die kein: andere als die Naturrclrgion anerkennen. Den ersten lege ich die einfache Frage vor, wie sie es nur wagen kennen , Ersetze anzurasten, welche ihnen ihre eigene Religion, als aus der Gottheit selbst gestoßen, zu betrachten gebietet, die selbst zur Tafts ihres eignen Glaubens dienen: Die lcStern aber muffen sehr wenige Kenntnisse des menschlichen Herzens besitzen, wenn sie wahnen, daß cs Moses, den sie sodann für einen ehrgeitzigen Betrüger halten müssen, bei so bewandten Dingen gelingen könnt', sich für emen Gesandten des Herrn auszugebrn. Denn welcher Sterbliche würde die Gottheit an selchen abscheulichen Grundsätzen erkennen? Zu welchen Schwachheiten auch unsere gebrechliche Natur uns hinziehen mag: so wird die Tugend doch nie ific unverletzliches Recht, mögen auch gewisse Philosophen dazu sagen, was sie wollen, auf unser Her; verlieren. Wehr dem Betrügerher sie nicht immer zum Wahlspruche im Munde führet, wenn er es der Welt glaubeu machen will, daß er nur unrer dem Pamcr der Gerechtigkeit wandle. In ihrem heiligen Namen übr selbst der Würhcrich seine Greuelrharcn aus,