Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Französische Literatur
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 385 (sequence 4)
- Language
- German
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3S5 allen Staaten, die sich gerecht und menschlich gegen sie bewiesen, als brave und nützliche Bürger ausgejcichnet haben, und ich sürchtc fast, daß sich die nieisicn Staaten Enropa's durch eben diese Ausschließung bei der häufige« Entvölkerung, die sic zu ergänzen suchen sollten, die Betriebsamkeit eines Volkes entzögen, das gewiß keiner Klaffe der Mitbürger an Vaterlandsliebe nachstchcn würde, wenn man cs ihm nur erlauben möchte, seine Kräfte fürs allgemeine Beste in Thatigkeir zu setzen, und wozu cs zu jedem Augenblicke den Wink mit Sehnsucht erwartet. Gern will ich cingcstehcn, daß viele der Gründe, auf die icf) mich in dieser Abhandlung gestützt habe; schon in andern Werken über den nämlichen Gegenstand, nur in anderen Gestalten von mehr als einem Schriftsteller benutzt worden sind. Cs macht mir aber Freude, sie solchen Männern, wie Grcgoirc, Mirabeau und Dohm zu verdanken zu haben, diesem letzten vorzüglich, der als nicnschenfrcnndlicher Redner der erste war, welcher die Stimme der Verminst gegen ein verjährtes Dorurheil erhob, das durchs» viele Jahrhunderte desIrrthums gleichsam geheiligt worden ist. Es ist die Pflicht eines jeden Schriftstellers, ans allen Hülfsqnellen, wo er sie findet, zu schöpfen, sollte er auch dabei einen Thcil seiner Eigenliebe dem Wunsche nützlich zu scyn aufopfern müssen: es darf kein ehrliches Man» sich^ftsnerDankbarkeit schämen. Ich würde unrecht ihn», wenn ich mich lange dabei aufhalten wollte, die mit Ernst zu widerlegen, welche behaupten wollen, daß das mosaische Gesetz schon an und für sich selbst geeignet sey, den Hang, welchen ein Theil