Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Über die Verbesserung des Judenthums
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 378 (sequence 18)
- Language
- German
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378 Ferner müßte der arbeitende Theil des jüdischen Volkes von den Ecmeindcabgabcn entweder ganz befreiet, oder wenigstens mehr geschont werden. Jedem Meister eines Handwerks möge die Liccuz;ur Heyrach gestattet, dem Gesellen aber verweigert werden. 3) Lasse man die Juden alles Religiöse frei üben, untersage ihnen aber strenge alle offenbar schädlichen Mißbrauche, als After-Religion. Daher verbiete man außer de» Stcrbeklcidcrn, jede in größern Gemeinden übliche Cercinoniel-oder besondere Schnltracht, als eine eben so lächerliche als kostspielige Verschwendung, die höchstens für Rabbiuen, Vorsänger ec. beibehaltc» werden kann, nicht aber, daß die Menschen zn Hunderten, wie Harlekine, in altspanischer Tracht daher laufen! ’) Man beschränke ihre Dcpensen bei Hochzeiten, Dcschncidungcn und Firmungsftsten, man verbiete eben so das Betteln bei dergleichen Gelegenheiten, und dem Fasmachtsftsic rc., wo die Geldverschwendung zwar dem Wohlhabenden sehr empfindlich fallt, die Empfänger aber keineswegs damit ihr Elend milder», sondern diese Gaben am nämlichen Tag« in religiöser Schwärmerei verprassen. 4) Man benehme den Rabbinen und Parnaßim die anmaßliche Gewalt, einzelne Glieder dnrch Bann oder dcr- ») Diese Tracht ist nur in Frankfurt am Main,. Fürth und vielleicht noch i>: einigen Gemeinden üblich. Der Herausgeber.