Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Über die Verbesserung des Judenthums
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 368 (sequence 8)
- Language
- German
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368 —--- — da Fleisch und Milch nie gemengt werden dürfen — zweierlei Küchen « und Eßgeschirr haben, während der Osiertagen wieder durchaus neues Geschirre, elendes, doch enorm theurcs Drod. Er braucht Ccrcmonialklcidungssiücke, Palmblätter, Ccori rc. Dann erst — was freilich nur Mißbrauch ist — die kostspieligen Feste an Hochzeit-und Dcschncidungstagcn, das Zechen an Freudenfesten rc. *) Das Temperament und die in der Kindheit eingcsogcncn Begriffe machen den Juden gleich unmäßig in frohen und traurigen Fallen; heute zecht er sich im Namen Gottes krank, morgen entnervt er sich durch Fasten und Deren; und jede Gelegenheit ist mit Geldaufwand verknüpft. Man setze aber diesem Vorwürfe der Verschwendung jene bewundernswürdige Genügsamkeit dieses Volkes entgegen! Wie viele tausend Juden gehen nicht mehrere Meilen weit Nach Handel, und begnügen sich mit Drod und Bier zur Mahlzeit! ad C) Daß der Jude dem Staate nicht wie andre Bürger nütz t, ist wahrlich nicht seine Schuld. Nicht mm daß der Staat die Bürgerpflichten von ihm nicht heischt, und sich mit Duld - und Schutzgeldern, erhöhten Sporteln, Stempelgeldern u. dgl. begnüget, und der Jude seiner Seits — da er das Bürgerrecht nicht genießt — sich zu Bürgerpflichten nicht verbunden hält, sondern noch *) Dieses hat, Gottlob! in den meisten eivilistrten Gemeinden größtenthcjls schon aufgehört. Der Herausgeber.