Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Über die Verbesserung des Judenthums
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 366 (sequence 6)
- Language
- German
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eben der Jude demnach wirklich verübt, muß man dem zwange zum Handel zuschrcibcn; denn in keiner Religion ist wohl der Ecldwuchcr scharfer verboten als in der jüdischen. Moses verbot ausdrücklich den Ecldwuchcr, und nach den Rabbinischcn Gesetzen werden nie Zinsen, selbst keine Verzugszinsen (und wenn sie auch schriftlich bedungen sind) gestattet, cs müßte denn durch eine Art Cocietatsvcrstandniß, wo die Zinsen statt Profitanthcil bestimmt werden, geschehen. Sogar in Dcrpfandungsfallcn gebietet die Religion dem Juden, die unentbehrlichen Meubeln, als Betten u. dgl. dem Durstigen unentgcldlich hinauszugebcn. Wie oft wird übrigens nicht der Jude statt Betrüger zum Dctrognen! Er gicbt z. B. einem jungen Kavalier, der n, Verlegenheit, za oft gar in Verzweiflung >st, baarcs Geld und Waare, wuchert freilich hart mit ihm, aber was wagt er nicht dabei, wenn der Kavalier der Zahlung unfähig wird, minoren stirbt, oder, wie cs öfters geschieht, zur Zahlungszcit, seiner ehemaligen Noch uncingcdcnk, die Valuta leugnet? da ihm doch bei Errichtung des Kontrakts, jene Summe alles, und mehrmals er verschrieb, wcrth war. Wer handelt nun moralisch stchkechtcr? Die Erfahrung lehrt uns, daß sehr reiche Juden eben durch Wucher ruinirt wurden, weil sie angeschwollneDrieftaschcn und leere Schranke erwarben. Ueberdicß findet man jetzt auch christliche Wucherer genug! ad B) Eben so ist Verschwendung und Ueppigkeit zwar manchen Juden nicht abzusprechcn, aber es ist Folge ihrer Lage. Man betrachte den Handclsstand überhaupt, er sncht's den großen Herrschaften im Luxus gleich zu