Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 6 H. (1808)
- Article
- Über die Verbesserung des Judenthums
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 365 (sequence 5)
- Language
- German
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Z65 io Er., der Lchnkutschcr auf eine Stunde Wegs 5 Rthlr. bezahlen laffctt; und so der Kaufmann, Modehandler» Bijoutier, Arzt, Wundarzt und Advokat» — alle heißen cs von der. Gelegenheit profitircn, bei Leide: nicht betrügen! — cs würde sich alsdann leicht ergeben, daß gerade der Jude am dilUgstcii ist; nur Dorurrheike haben diesen Vorwurf allg:mein gemacht. Zum Beisvicl inan kauft von einem Juden eine goldene cmaillirte Uhr für 5 bis 6 Carolin, und fürchtet, betrogen zu scyn, vom eleganten Bijoutier bekommt man die nämliche nicht unter 8 Carolin; diesem begegnet man mit Achtung, und jenem mit Spottt ». f. w. Der Handelsstand überhaupt ist nie in jene Schranken zu bringen, wo mit Gewißheit gesagt werden könne, er habe nur billige» Gewinn und nicht mehr genommen. Wenn nun aber wirklich inchrerc aus dem Handelssiandc, und sogar andern Standen übervorcheilcn, so ists -gewiß dem Juden am ersten zu verzeihen; dieser muß handeln» um zu leben, die andern aber habe» alle Nahrungswcge offen; der Jude wird durch Zölle und andere individuelle Abgaben und Beschwerden gedrückt, darf an manchem Orte gar nicht erscheinen, an andern muß er den christlichen Handelsleuten zurückstehcn durch Einschränkungen der Art, der Gegenstände und der Zeit zum Handeln, welches sogar auf Messen sind Märkten Statt findet. Und wahrlich! da er nun zum Handeln bestimmt ist, sollte er, der Jude, noch Vorrechte genießen. Der Jude wird allenthalben gemißhandelt, alles erlaubt sich, den Inden zu übernehmen. Den Bettng, wel-