Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1808)
- Article
- Französische Literatur
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 329 (sequence 10)
- Language
- German
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gen Gegenstand des Hasses des ganzen Menschengeschlcchtcs zu machen. Noch einmal, i» meinem Herzen mich mehr Franzose als Jude fühlend, getraue ich mich kaum, diese Abgründe des Schreckens aufzudenkcn, weil ich dicß nicht ohne eine Erinnerung der Schande meines eigenen Vaterlandes, das mehr als einen unserer Verfolger auft stellte, thun könnte. Kur; nach der Begründung des Christcnthums in Europa zogen sich die Juden, die sich nicht berufen fühltcn, diesen fremden Glauben annchmen zu müssen, die unversöhnlichste Rache derjenigen Anhänger der christlichcn Religion zu» die ihren wahren Geist nicht verstand den, der, wie niemand leugnen kann, weit entfernt ist, Grausainkcit und Schrecken zu lehren. Der Stifter dieser neuentstandenen Religion starb unter den gewaltsamen Han» den einiger mehr unvernünftigen als aufgeklärten Eiferer, und diese Begebenheit war für die siegende Parthei das Zeichen zu den Leiden, weiche sic ohne Erröthen Menschen auflegten, die den Flammen und Martern nichts als ver, gcbliches.Flehen cncgcgcnzufttzen hatten.. WcläM Begriff auch ein Christ von diescrThat haben mag, so dürfte doch der erhabene .Sinn der Worte, welche Voltaire-de», falschen Propheten aus Medina zu dem Haupte der Sekte- Jsmacls sagen laßt: ״Der Vater Schuld laß ich. den Kindern nicht entgeltend bei diesem Versah», rcn am wenigsten geeignet seyn, sich auf die Aubettr eines Gottes des. Friedens anwenden zu lassen. - ' Bald darauf wurde die christliche Religion drehend schenke, und die jüdische Nation, dir seit der zweiten Zer-