Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1808)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 316 (sequence 10)
- Language
- German
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3X6 Das vierte Kapitel enthalt erst eine kurze Geschichte der Juden unter den Römern, worauf alsdü»'. eine Abhandlung: von den Abgaben folgt, welche die Juden ehedem dem Kaiser und den Ständen i n D e u t sch l a n d entrichten mußten. Seite 194 — 237. Die ersicre war als Einleitung;u der letzteren norhwcndig, weil sich die früheren Abgaben der Juden an den Kaiser noch aus den Zeiten der Römer hcrschricbcn. Daß sie unter diesen schon mit schweren Abgaben belastet waren, sieht man aus einer Stelle beim Tacitus, worin er crzablt, daß die Provinzen in Syrien und Judäa von Lasten erdrückt, den Tiber ins um Verringerung des Tributs gebeten hatten. Dieser Kaiser aber hatte einen unversöhnlichen Haß gegen die Juden, und erließ ihnen nichts von den Abgaben; wohl aber Cali gula, der sich sehr gnädig gegen sie bezeigte. Auch Klaudius bewies sich schonend gegen die auswärtigen Inden, aber strenge gegen die römischen. Selbst Nero,'den Io scphus den grausamsten unter allen Despoten nennt, war äußerst tolerant gegen die Bekenner der mosaischen Religion und erließ ihnen manche drückende Abgabe. Woher es kam, daß er so schonend gegen die Juden war, da er doch der geschworenste Zeind seiner eigene» Untcrthancn war? Die Antwort gicbt uns sein Biograph Sueton: „weil ihm einige Mathematiker vorher gesagt harren, daß wenn er auch von Allen verlassen würde, er doch in Judaa einen sicheren Zufluchtsort finden würde." Ob dieß aber nicht Ironie fcyn sollte? denn Judaa war unter dem Nero ti» Schauplatz von Räubern, Meuchelmörder» und Dieben. Der blutige