Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1808)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 313 (sequence 7)
- Language
- German
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31? ' Hannes Capistranns. Eine große 'Anzahl dersclbe» wurde verbrannt, und was von ihnen noch'übrig blieb, aus dem Lande gerricben. Dabei wurden sie auch bioweilen auf Geheiß der Papste vertrieben , noch öfter aber von ihnen in Schulz genommen. Luther aber, .der große Reformator der Kirche war ihnen eben «ich: sehr günstig, und leider wirkte sein Beispiel in dieser Rücksicht nicht sehr wohlthatig auf seine Anhänger. Die Juden wurden in ihrem Handel gewaltig beschrankt, mit Abgaben belastet, mußten sich durch besondere Zeichen an den Kleidern kennbar machen, Proftlitenprcdigten nu't anhören n. dergk. Doch beschäftigte man sich hie und da sehr eifrig mit der sittlichen und bürgerlichen Verbesserung der Juden. Die Vorschläge dazu waren ganz dem Geiste jener Zeit angemessen und blieben ohne Erfolg. Ob nun gleich die Lage, der Juden in den letzten Jahrhunderten weniger drückend als im Mittelalter war, und es schien, als wenn seit der RellgiettStrenuung unter den Christen der alte Judenhaß über den Eifer, mit welchem sich jene Gkaubcusparlheieu unter einander verfolgten, seine vorige Kraft verloren habe, so wurden sie dock) noch verfolgt und aus manchen Landen» vertrieben; z. D. ans Nürnberg, ans den Draunschweigkschcn Landcrü , aus der Pfalz, ans dem Coburgschen, aus dem Würtembcrgjschen, aus Baiern, ja noch im 17. Iah! hundert ans Cöthen rmd aus den Oesterreichischerr Staaten. Seit dem Anfänge des r yten Jahrh. bemerkt man m der Behandlung der Juden mehr Menschlichkeit und hier und da legte man wirtlich Hand an die bürgerliche Verbesserung derselben. Die Judenstatigkerten, Poljzeivererdmmaen unb andere dahin gehörigen Satzungen