Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 5 H. (1808)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 311 (sequence 5)
- Language
- German
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Zurücklassung ihres fammtlichen Vermögnrs Spanien verlassen haben." Dasi die Briefe, welche die Jaden zn Worms, Uhn nnd Regensburg von ihren Glanbensgenossen aus Jerusalem, zur Zeit der Kreuzigung Christi, wollen erhalten haben, erdichtet waren, wird den Lesern aus den tu diesem Hefte niitgcthcilrcn Misccüen '<ro.‘ 3. ein* leuchtend genug geworden seyn. Wichtiger schon sind die Gedachtnistsieinc init hebräischen Inschriften aus dem dritten und vierten Jahrhundert, die man in der Nahe von Wien gefunden hat. Doch lastt sich über die erste Nieder-. iassung der Juden in Deutschland nichts mit Eewisthcit bestimmen. — Hierauf folgt die Geschichte der Inden unter den Karolingern und Bemerkungen über den Handel und die Schifffarth, die sie im zehnten Jahrhundert auf der Donau führten. Besonders trieben sie den Sklavenhandel, den die Deutschen bei ihrer damaligen Denkungsart und Verfassung gar nicht cntbchrcu konnten. Sie genossen »m diese Zeit ansehnliche Freiheiten, und verschafften sich durch den Handel, der fast allein in ihren Händen »rar, bedeutende Rcichthüincr. Doch eben diese Ncichthnmcr wurden bei Gelegenheit der Kreuzzüge die Quelle des schmerzlichsten Verderbens für sie. Eine religiöse Schwärmerei hatte alle christlichen Völker ergriffen »ind be« sor,dcrs die Köpfe des Pöbels erhitzt. Unter dm beiden Priestern Halkmar und Gott schal k, »mb unter dem Grafen E m i k e rotteten sich mehrere Schaarcn wilder Fanatiker zusammen, durchzogen die deutschen Lander mit tumultuarischer Heftigkeit und nmd)tcn cs sich zur Pflicht, Christum an den Juden zu rachen. Sie wurden alle" ihrer Güter beraubt, und die sich nicht wollten tau-