Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1808)
- Article
- Über Aufklärung und Aufklärer
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 225 (sequence 9)
- Language
- German
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225 durch das Geheimnißvolle, das sie enthalten *), der Religion eine Feierlichkeit, und durch diese ein Ehrfurcht gebietendes Ansehen geben" **). Sie sind es, die dich hiir^ jum Göttlichen führen, und auch der Weiseste kann ihrer nicht gut entbehren, so lange auch sein Geist noch der körperlichen Hülle bedarf: denn das Sinnliche spricht den Sinnlichen an. Sie sind und bleiben ihrer Natur nach freilich nur Schaaken; aber soll die Frucht gedeihen, so darfst du sie der Schaale nicht berauben, des Hauses nicht, das sie schätzt vor jedem Angriffe von Außen. -- Daß die Religion, aus diesem Gesichtspunkte betrachtet, die Moralität und mit ihr das Wohl eines erleuchteten Volkes begründen kann, wird kein Denker in Abrede scyn. Aber so dachten viele der neuen Israeliten nicht, die, eigentlich von Jrrthümern geleitet, dem gemeinen Manne, der ihnen trauete, ein schätzbares Kleinod zuzuführcn wähnten, dessen Werth sie indessen selbst nicht verstanden. *) Das; m diesem jüdischen Religionö - CultuS Ceremomen anzurreffen sind, die dem Aeirgeiste nicht mehr anpaffend, mir bessern vertauscht werden könnten, sieht jeder Vernünftige ein. Wie feierlich imponirend und auf den ganzen Menschen wirtend könnte nicht z. B. der große Versokmungstag gemacht werken, wenn manches Ceremonielle dieses Tages eine andere Gestalt annäbme! Auch in diesem Punkte sind alle Augen Israels auf die neuen jüdischen Consistoricn gerichtet; sie allein sind es jetzt vermögend, den Rcligions- CultuS auf eine hohe Stufe von Vollkommenheit zu führen. Der Herr des Guten kröne ihr mühevolles Unternehmen! **) 6. tüders Veredlung des Menschen. Seite xx« rn'jsn mu» ht m:m