Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 4 H. (1808)
- Article
- Über Aufklärung und Aufklärer
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 4)
- Language
- German
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220 fachen znschncb, trenn Kometen, so wie Sonne» - und Mondsfinsternisse für unglückliche Vorbedeutungen gehalrc» wurden, und recht viel dazu beitrugen, den meisten Menschen die Tage des Lebens zu verbittern; wenn mau es gar wagte, denjenigen in Ketten und Baude zu schmieden, der einem allgemein anerkannten wissenschaftlichen Systeme nicht huldigte * **)); wenn Häupter der christlichen Kirche tvähn. ten, daß der Glaube an Antipoden die Reinigkeit der Religion, verfälsche so waren das lauter Fol» gen irriger Meinungen und dunkler Begriffe, die man um diese Zeit von so vielem Wissenschaftlichen hatte. Wie bald wurde man eines Bessern belehrt, als die Aufklärung ihre Stimme erhob und der Blick des Forschers in die Gesetze der Physik, Astronomie, Chemie und anderer Wissenschaften tiefer kindrang, und seine Begriffe dadurch mehr erhellet und erleuchtet wurden. Groß, überaus groß *) Wer weis; eS nicht, daß ich den berühmten Galilüi meine, dem die Philosophie, die Mathematik und besonders die Astronomie viele schöne Entdeckungen zu verdanken haben. Dieser berühmte I t al i e n c r im 15. Jahrhundert. Er behauptete wider die allgemeine Meinung, die Sonne stehe im Mittelpunkte der Welt stille. Diese Behauptung verdroß die Blödsinnigen seiner Zeit, er wurde nach Rom vor die Inquisition geschleppt, in Ketten und Banden gelegt, und dadurch gezwungen, sein System selbst für irrig und ketzerisch zu erklären. **) Bonifarius, Erzbischof zu Mainz, schickte im s. Jahrhundert an den Bischof von Salzburg, welcher Antipoden glaubte, er solle nicht. die Reinigkeit der Religion durch dergleichen Träumereien verfälsche»; und der Papst Zacharias wollte den Salzburger Bischof darum abgesetzt wissen.