Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1808)
- Article
- Die Stimme der Menschheit
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 5)
- Language
- German
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thnend sind deine Segnungen, Religion, und in so manch« faltigen heilbringenden Ecsialrcn erscheinest du deinen wahren Anhängern, um sie zu belohnen und zu beglücke»' - Diese vornusgeschickten Betrachtungen, die jeder Denkende in seinem Leben häufig genug zu machen Eelczcnhnt gefunden haben wird, sammt denen, die sich mir noch im Verfolge dieses Aufsatzes barbiere» werden, wurde» von neuem bei mir durch zwei Beispiele edler Menschen rege gemacht, die sich, obgleich mit ungleichem Erfolg» für die Erhaltung Anderer mit jener Hingebung, mit jener Entsagung, die den wahren Eottesmcnschen charaktcrisircn, opferten. Mögen diese Ereignisse unlängst verflossener Zeiten immerhin entblößt von dem Zauber der Neuheit crscheiucn: mögen sic immerhin zur Ehre der Menschheit hundertfältig da gewesen scyn, so nimmt das gefühlvolle Her; doch gern Thcil daran, und was dieThciknahme des Herzens erregt, das muß auch interessant erscheinen. Sollte man sie auch nur wie die Figuren einer Landschaft betrachten, die der Zeichner nur deshalb hinwirst, um dem Ganzen mehr Regsamkeit, mehr Lebendiges zu leihen: sie bieten mir Stoff zum Nachdenken , zu Bemerkungen an, die, wenn sie wahr sind, leicht den Reiz der Neuheit entbehre» können; denn was ist älter als die Wahrheit, was ehrwürdiger als sie! Der Kandidat Lieb a u aus Raguhn, einem Städtchen im Anhalt-Deßauischc», lebte daselbst in du Hoffnung auf eine nähere Versorgung bei seine» Eltern.. Viebleicht um sich durch die Belohnung rin bequemeres Auskommen zu verschaffen, vielleicht auch um sich dem Stadt-