Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Zweiter Jahrgang 1808-1809
- Issue
- 1 Bd. 3 H. (1808)
- Article
- Die Stimme der Menschheit
- Date
- 1808-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 4)
- Language
- German
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soo rin! ihm nicht das Steuerruder führtest, und nach jenem friedliche» Eilande hinlcnktcst, wo im ewige» Lenze Rost» ohne Dornen blühe», wo das wahre Verdienst seine Kronen erhalt, wo die Seele müde des Kampfes mit den Widerwärtigkeiten dieses Erdcnlebcns, ermattet von der lan-! gen Pilgcrschaft, eine stille Ruhestätte, Erholung findet.! Co wie du de» Ueberglücklichcn ftin Entzügen mäßi-! gen lehrest, indem du das besänftigende Gefühl der Dankj barkeit gegen feinen Geber in die Freude einstießc» läßt, eben so bezähmst du auch den wilde» Schmerz des Derzwciflenden. Wenn ihm die nahe und ferne Aussicht nichts als tiefe Abgründe darbietet, und er sch selbst auf immer vcr-; derben will, da entwindest du ihm mit einem Dränblick, auf das Gräßliche seiner That hinweisend, das mörderische : Eisen aus den Händen. Wenn der letzte Hoffnungsstrahl; feinem Horizonte entschwunden, wenn von seinem Herzen jeder irdische Trost, wie von einem glatten Stahl abgleitct, da führst du ihn mit deiner sanft harmonischen Stimme zu dir, zu sich stlbst zurück; die langst Entschwundene kehrt; in seinem Busen wieder ein, undausgesöhnt mit sich und der Welt sieht er ge^rkt wieder da. Also auch den Irrenden, der sich aus dem künstlichen Gewinde des Geschicks, der sch aus der regelmäßigen Verwirrung, aus den Wider« - sprächen nicht heraus zu finden vermag, reichst du den; «ufiösenden Knaul deiner Philosophie. Von ihm geleitet sieht der Sterbliche mit Vertrauen und Zuversicht^aüf eine weise, allwissende Vorsehung, und durch ihre Fackel erleuch- ■ tri, sieht er, wie das nur verworren Scheinende in ein voll-; kommenes Gewebe hinausläuft. So unaussprechlich wohl-